Österreichs Fisch des Jahres 2022 ist die Barbe / Der Clubfisch des Jahres 2022 ist die Regenbogenforelle
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Alm bei Scharnstein

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FlifiSepp
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Alm bei Scharnstein

Beitrag von FlifiSepp » 4. Juni 2022, 23:12

Letzten Donnestag war ich mit einem Fliegenfischer-Freund an der Alm in der Gegend Scharnstein.

Ich hatte schon mal darauf hingewiesen, dass die Alm leider ein Fluss ist, an dem sich fast durchgängig ein Wasserkraftwerk an das andere reiht und frei fließende Strecken, die kein Staubereich oder keine Restwasser-Strecke sind, leider im Verhältnis zu anderen Gewässern noch geringer sind.

Aber wie Nicolas in seinem Bericht schon geschrieben hat, ist die Alm aufgrund ihres kleinen Einzugsgebietes weniger Hochwasser-gefärdet und Schmelzwasser ist im Gegensatz zu den großen Voralpenflüssen zu der Zeit auch kein Thema mehr.
Zudem hat ein viel befischtes und regelmäßig besetztes Revier durchaus Vorteile. Auch Besatzfische lernen dazu und die Fischerei kann dann sogar anspruchsvoller sein, als in weniger befischten Gewässern ohne Besatz.

Trotz Regenfällen tags zuvor war das Wasser sehr klar, wenn auch deutlich höher als normal.

Anfangs gestaltete es sich gar nicht so leicht, einen Fisch an den Haken zu bringen. Die erste halbe Stunde ging auf Trockenfliege bei uns beiden nichts. Abhilfe brachte dann eine mit einer kleinen Glasperle modifizierte Pheasant Tail, die eine Portions-Bachforelle bei mir an den Haken brachte.

An anderer, stark verbauter Stelle konnten wir dann dann auch auf Trockenfliege einige kleinere und eine Portions-Bachforelle landen.

An einer der wenigen längeren frei fließenden Strecken konnte ich auf eine Kombination aus Auskriech/Naßfliege eine Reihe von kleineren, bis zu knapp 40 Zentimer langen Bach- und Regenbogenforellen landen. Mein Fischer-Freund mit Nymphe auch.

An einer längeren Restwasser-Strecke gelang meinem Fischerfreund dann der Fang einer schönen Bachforelle knapp über 40 Zentimeter. Mir gingen noch ein paar halbwüchsige Bachforellen auf die Trockenfliege.

Generell war die Trockenfiegen-Aktivität von null bis sehr vereinzelt. Und irgendwie war ich der Meinung, die richtige Fliege noch nicht gefunden zu haben. Die Fischerei mit Nymphen oder gar Streamer kam mir bei einem so klaren und großteils flachen Wasser aber nicht wirklich in den Sinn.

Schließlich kamen wir a an eine Stelle, an der ein Mühlbach in den Staubereich eines weiteren Kraftwerkes einmündete. Eine der sicher meist befischten Strecken, da direkt unterhalb einer Straßenbrücke gelegen

Mein Fliegenfischer-Freund fing voraus fischend direkt am gegenüber liegenden Ufer einige schöne Bachforellen um die 40 Zentimeter und eine Regenbogenforelle knapp darunter.
Ich fing an der Stelle mit Eintags- und Naßfliegen-Mustern gar nichts.

An der Staumauer angekommen, wechselte ich auf ein ganz einfaches Trockenfliegen-Muster von Oliver Kite mit Schwänzchen aus Grizzly-Fibern, Körper-Hechel ginger und Grizzly-Frontheckel in Hakengröße 14.
Bei meinem Freund gibt mit Buck Caddis ab dem Zeitpunkt nichts mehr.
Dafür ging es bei mir jetzt richtig los! Aufwärts fischend konnte ich eine Reihe von Bach- und Regenbogenforellen von halbwüchsig bis deutlich über 40 Zentimeter fangen.
Besonders habe ich mich über eine Äsche von ca. 45 cm gefreut, die ich steigen sah und perfekt auf weite Distanz richtig anwerfen konnte.

Nachdem ich meinem Freund eine entsprechende Fliege gab, ging es auch beim ihm wieder gut.

Den Plan, noch eine der wenigen längeren frei fließenden Strecken zu befischen, machte ein Unwetter mit starkem Regen um ca. 19 h ein Ende. Wir beendeten den gemeinsamen Fischtag im Gasthaus.

Schön, auch mal wieder in Gesellschaft fischen zu gehen! Meist bin ich alleine am Wasser. Die Strecken, die ich meist befische, sind eher unwegsam und ich "mache meist richtig Strecke". Nicht jedermanns Sache!
Aber so ein Ausflug an ein, von den Gegebenheiten her leicht zu befischendes Gewässer (was nicht heissen soll, dass die Fische dort immer leicht zu fangen sein müssen) ist immer wieder eine willkommene Abwechlung.

Erstaunt war ich, daß wir immer mal wieder mal halbwüchsige Bach- und Regebogenforellen an der Alm gefangen haben. Wenn die nicht auch besetzt werden, wäre dies ein Hinweis, daß es auch Eigen-Aufkommen an der Alm gibt. Was bei diesen vielen Kraftwerken ja sehr schön wäre!

Bericht, wie meist vor mir, ohne Bilder.

LG Sepp

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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von Willi » 5. Juni 2022, 09:45

Hallo Sepp, ein dickes Petri von mir! :thumbs_up:

Ja, leider ist die Alm dort sehr verbaut, aber - wie ich finde - trotzdem ein interessantes Gewässer.
Ich fische dort auch ein-zweimal im Jahr mit der Tenke. Vielleicht hast ja mal Lust und Zeit für einen gemeinsamen Gang.

BG aus Wels,
Willi
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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von zulu6 » 5. Juni 2022, 13:35

Grüß dich Sepp,
schöne beschrieben, da man man auch ohne Bilder, dafür mit Kopfkino euern Ausflug an die Alm miterleben.
Herzliches Petri heil euch beiden. :thumbs_up:

Ohne jetzt gleich ein Kartendienst zu bemühen - Scharnstein ist flussaufwärts von Vorchdorf und weiter oben ist dann Grünau oder?

Schöne Grüße
Jürgen
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Die Groppe,
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klein, unscheinbar und dennoch ein wichtiger Bewohner unserer Gewässer.
Intakte Groppenpopulationen weisen auf naturnahe, strukturreiche Fließgewässer mit hoher Wasserqualität.
Schutz und Förderung der Groppen bedeutet erhalten und verbessern der aquatischen Lebensräume.

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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von FlifiSepp » 5. Juni 2022, 13:53

Willi:
Ja, ist wie auch von mir beschrieben, trotz der vielen Kraftwerke interessant zu fischen. Gerade weil hoher Befischungsdruck, macht das die Fische vorsichtiger und deshalb die Fischerei spannender.
Und gerne gehen wir mal gemeinsam ans Wasser! Ich schau´mir das dann mal mit Tenkara bei Dir an. Was schlägst Du für ein Gewässer vor? Ich persönlich mag eher die größeren Gewässer.

Jürgen:
Genau so ist es: Grünau ist oberhalb von Scharnstein.

LG Sepp

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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von Willi » 5. Juni 2022, 18:28

Hallo Sepp, zB. eh die Alm Scharnstein, oder die Ager Lambach.
LG, Willi
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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von FlifiSepp » 6. Juni 2022, 01:35

Hallo Willi,

sowohl Ager bei Lambach, als auch Alm sind für mich gut!

Beide Gewässer sind relativ unempfindlich bei Regen und würden sich auch für ein kleines spontanes Forums-Treffen eignen. Wäre dafür Interesse?
Also ich bin gerne dabei! Könnte kommende Woche Mittwoch oder Donnerstag.

LG Sepp

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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von Willi » 6. Juni 2022, 09:59

Ja, ein spontanes Treffen ist eine gute Idee! :thumbs_up:
Ich kann aber leider nur am Feiertag, oder am Zwickeltag, da ich unter der Woche arbeiten muss.
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Re: Alm bei Scharnstein

Beitrag von Pabru » 6. Juni 2022, 17:11

Super Beitrag Sepp!
Die Alm ist so finde ich trotz der ganzen Kraftwerke ein schönes Gewässer.

LG. Patrick

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