Österreichs Fisch des Jahres 2021 ist die Äsche
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Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Lasse uns an Deinem Angelurlaub teilhaben, auch wenn er nur kurz war.
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Bindermichl
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Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von Bindermichl » 29. Oktober 2020, 00:08

Anfang dieser Woche hatte ich das Vergnügen die Gmundner Traun kennen zu lernen. Nicht gerade von ihrer nettesten Seite, wie sich später rausstellen sollte.
Nach ein wenig Wetterrecherche hatten wir den Montag auserkoren da es Dienstag und Mittwoch regnen sollte.
Also brachen wir in der Früh auf, sodass wir um 8:00 am Wasser waren um ein wenig zu Nymphen.
Leider stellte sich bei der Ankunft raus, dass die Traun Hochwasser führte und das nicht mal wenig. 50+ wurde uns dann gesagt.
Aber was solls, irgendwie herrscht immer eine gewisse Ausnahmesituation, wenn ich wo ankomme. :?
Dafür war der erste Anblick wirklich wunderbar. So smaragdgrünes Wasser hat schon was!

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Wir haben uns dann bereit gemacht und ich hoffte das meine (am Vortag) geklebte Wathose dicht ist/bleibt.
In Steyrmühl steigen wir dann als Erstes ein und mein Kollege konnte sogar nach ca. 1 Std. einen relativ müden Regenbogner mit gut 40cm überlisten.
Ich war währenddessen irgendwie immer mit dem Gedanken bei meiner Wathose.
Spür ich da Wasser…..ne das ist einfach nur kalt….am Wadl spür ich aber jetzt schon was….ach quatsch, wie solls da undicht sein. So gings einige Zeit dahin.
Dann kam der erste Kontroller und wir gingen zu ihm ans Ufer. Na und was glaubt ihr. Als ich am Ufer war stand ich trotzdem noch immer bis zu den Schienbeinen im Wasser. :D
Also meine Wathose die ich noch keine 10x getragen hab war Schrott. Hilft nichts da sie schon gut 3 Jahre alt war.
Also rauf zum Auto und eine Wathose ausgeliehen welche dann eine hohe war, also bis zum Brustkorb rauf. Zum Glück!
Mit der gings dann zum Kraftwerk nähe Gmunden.

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Dort angekommen versuchten wir es natürlich zuerst mal vom Ufer, dann gerade mal auf ein paar Steine reingestiegen die ca. 50cm unter Wasser waren. Irgendwann wollte ich einen dieser Steine verlassen und stieg runter von ihm in den Kies. Ja aber, dass der blöde Stein auch gut 50cm hoch war hätte mir wer sagen sollen. Schwupps machte es und ich stand bis zu den Hüften im Element. Aber dank der geliehenen hohen Wathose immer noch trocken – Gott sei Dank!
Gut, trotzdem dass der Platz einen sehr vielversprechenden Eindruck machte, ging nichts. Beim Platzwechsel trafen wir einige Jahreskartenkollegen die es aufgaben, weil eben sehr schlechte Verhältnisse herrschten und sie dies mit einem „des hod heid kann Sinn“ quittierten.
Wir also nochmal Höhe Steyrmühl gefahren in der Hoffnung, dass vielleicht doch dort nochmal was geht.

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Es ging auch was, und zwar die Strömung. Die war noch ein wenig stärker als am Vormittag und so hatte ich gleich nochmal das Vergnügen mit dem Element. Mitten unterm Werfen packte mich plötzlich die Strömung und ließ mich nicht mehr los und so drehte ich mich wie eine Ballerina bis ich so in Schräglage kam, wo es nicht mehr ausblieb, dass ich mich mit der linken Hand abstützen musste.
Tauchstation bis zur Schulter. :shock:
Und so wurde eben mit einer kalten Oberkörperhälfte und einer nassen weitergemacht. :D
Einmal hatte ich dann kurzen Kontakt mit einem Fisch der im tieferen Bereich stand aber ich denke ich war zu KO, um den Biss rechtzeitig zu bemerken bzw. zu verwerten.
Um 16:15 machten wir dann Schluss da es einfach genug war.
Ja und so war er, mein erster Kontakt mit der Gmundner Diva. Anstrengend, beinhart und eiskalt lehrreich aber trotzdem SCHÖN!
Jetzt brauch ich erstmal einer ordentliche Wathose, das steht fest.
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LG.

Pabru
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Re: Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von Pabru » 29. Oktober 2020, 08:21

Servus Michl,
Super Bericht hast da verfasst.
50+ ist nur gut, wenn es sich um einen Fisch handelt, :lol: wenn die Traun 50+ an Wasserstand führt, dann ist das schon nicht mehr so entspannend, zumindest in den Revieren die ich kenne. Die Traun hat ja bei normalem Wasserstand schon eine ordentliche Strömung und diese wird natürlich mit jedem cm Wasserstand stärker und stärker. Waten in Hüfthöhe was ja in der Traun oft mal vorkommt, ist da kein Spaß mehr.
Ein Leck in der Wathose ist natürlich blöd und beim Waten zu stürzen das kann schlimm ausgehen.... Da hast ganz schön was mit gemacht! Alle Achtung.

Für Gewässer wie die Traun wo du schon mal etwas tiefer waten musst, würde ich dir auf jeden Fall eine brusthohe Wathose empfehlen. Die Hüfthosen sind zwar angenehmer und sehen schon auch besser aus aber mich hat das bisschen Stoff von der Hüfte bis zur Brust schon oft mal vom nass werden gerettet - da watest so dahin und auf einmal wirds mit einem Schritt um einige cm tiefer....

Petri Heil wünsche ich dir trotzdem und deinem Kollegen auch!
LG. P.

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Re: Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von nixn44 » 29. Oktober 2020, 10:57

Ja die Gmundener Traun ist schon ein schönes Revier mit genialen fischen drinnen. Wir waren auch bei selbigen Wasserstand 1 Woche davor und konnten doch einige Fische zum Biss überreden. Allerdings war ich schon des öftern dort und da tut man sich auf jeden Fall mit der Spot Auswahl leichter. 20-30 cm weniger und man kann schon deutlich mehr Spots befischen ;-)

Aber wie sagt man so schön, man lernt auch an solchen Tagen einiges dazu;-).

lg Nicolas
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Re: Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von zulu6 » 29. Oktober 2020, 15:17

Einerlei Michl, ein Bad um die Jahreszeit zählt schon eher zu den frischeren Ereignissen.
Aber ich vergleiche sowas gern mit dem Skitouren:
Wenn'st bei sche.. Bedingungen einen Berg hochgehst, musst danach zwangsläufig bei denselben Verhältnissen wieder abfahren.
Und so lernst rel. rasch damit umzugehen.

Ähnlich ist's wohl hier auch.
Und ja, gescheite Ausrüstung ist das A&O.
Den Fisch hätte ich dir auf alle Fälle gegönnt.

Danke für den Erlebnisbericht.

Schönen Gruß
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Die Groppe,
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klein, unscheinbar und dennoch ein wichtiger Bewohner unserer Gewässer.
Intakte Groppenpopulationen weisen auf naturnahe, strukturreiche Fließgewässer mit hoher Wasserqualität.
Schutz und Förderung der Groppen bedeutet erhalten und verbessern der aquatischen Lebensräume.

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Re: Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von Oldy43 » 29. Oktober 2020, 16:10

Servus Michl,

danke für den wie immer großartigen Beitrag.

Schade, dass Du den Fisch nicht keschern konntest..., jedoch war es offensichtlich trotz den Hoppalas auch ein "vergnüglicher" Tag.
Immer eine stramme Leine
wünscht Dir
Rudolf
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Re: Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von Willi » 29. Oktober 2020, 18:38

Servus Michl!
Das mit den nassen Waden kenne ich, denn meine Wathose wurde heuer auch undicht. Na und ein kleiner, halber "Tauchgang" ist mir auch nicht fremd. Man kann nur froh sein, wenn es glimpflich aus geht, besonders angesichts eines solchen Wasserstandes der Traun.

Aber du wirst sicherlich noch einige Gelegenheiten bekommen, die Fische der "Gmundner" zu ärgern und das mit trockener Hose!

Petri und Gruß aus Wels,
Willi
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Re: Die Gmunder Diva und der Bindermichl

Beitrag von Bindermichl » 30. Oktober 2020, 23:36

Bin heute wieder mal ins SKG gefahren zu den Schwiegereltern. Die ganze fahrt von Ebensee nach Bad Ischl dachte ich mir, dass die Traun schon relativ hoch ist. Auch von den Bergen ringsum sah man das Wasser runter brausen. Der Blick in die App zeigte dann das der Wasserstand mit 180cm noch nicht alles war, was dieser Fluss kann, bzw. können muss.
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LG.

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