Erste Clubfliege des Jahres ist die Royal Coachman, hier in verschiedenen Interpretationen / Der Clubfisch des Jahres 2025 ist der Hecht
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Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

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Trutta1
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Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

Beitrag von Trutta1 »

Liebe Fliegenfischer,

seit ca. 35 Jahren fahre ich recht regelmäßig nach Dänemark um dem Fisch der 1000 Würfe mit der Fliegenrute nachzustellen.
Die Meerforelle kam sicher zu diesem Namen, da man sie manchmal echt suchen muss! Plätze die jahrelang gute Fänge bescherten, können unter Umständen ein Jahr später völlig Fischleer wirken.
Da kann man sich schon mal die Finger wund werfen.
Hat man nach max. 1-2 Stunden keinen Biss oder Nachläufer, sollte man unbedingt den Küstenabschnitt wechseln!
Dabei spielt die Wassertemperatur eine ganz entscheidende Rolle. Steigt die Wassertemperatur auf ca.6-8 Grad, erwacht das Leben überall im Flachwasser. Stömung durch ab- und auflaufendes Wasser ist auch ein Faktor, den man beachten sollte.
Wind, sonst gerade für das Fliegenfischen kein günstiger Faktor, spielt beim Meerforellenfischen wohl die entscheidendste Rolle. Ideal ist leicht auflandiger Wind auf die jeweilig innere Wurfhand. Wichtig ist zumindest eine leichte Oberflächenbewegung.
Ein Satz der das Merforellenfischen prägt, heißt nicht umsonst, "Welle bringt Forelle"!
Habe ich vor 30 Jahren noch das ein oder andere Mal Ruten der Klasse 8 verwendet
( bei ungünstigem Wind), nehme ich heute ausschließlich Ruten der Klasse 6 und 7 in
9' - 9,6'.
Kombinierte Fliegenschnüre (I/F), Schusskopf intermediate und Runningline schwimmend sind optimal, da sie bei bewegtem Wasser in der Welle fischen.

Mein bevorzugter Küstenabschnitt befindet sich zwischen der Insel Als und Arøsund.
Relativ schnell zu erreichen und ob flache Buchten mit Muschelbänken oder Steilufer, hier gibt es alles.
In den letzten Jahren haben mich immer wieder angehende und gestandene Fliegenfischer begleitet und viele konnten so ihre ersten Meerforellen fangen.
Die beste Zeit ist das Frühjahr, da sich dann viele Meerforellen an der Küste aufhalten.
Die Absteiger (abgelaichte Meerforellen) befinden sich schon in recht guter Verfassung und fressen im Schutz des Blasentangs vor allem Garnelen, Tangläufer und Tobiasfische.
Die durchschnittliche Größe der gefangenen Meerforellen liegt meist zwischen 35-45 cm. Obwohl das Mindestmaß für Meerforellen in DK bei 40cm liegt, entnehme ich keine unter 50cm.
Meerforellen zwischen 50-60cm sind zwar nicht alltäglich zu fangen, aber dennoch nicht selten.
Über 60cm sind diese Kraftpakete unglaubliche Kämpfer an der Fliegenrute.
Meerforellen über 70cm sind dann schon Ausnahmefische und wer wie ich mal so richtig Glück hat, einen Heringsfresser mit über 80cm an die Fliege zu bekommen, darf sich auf einen langen, harten Drill einstellen.
Wer genauere Infos braucht, kann sich gern bei mir melden!
Im Anhang einige Bilder der vergangenen Touren.
TL, Frank
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Re: Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

Beitrag von Palakona »

Interessantes Fischen, das Fliegenfischen auf Meerforellen - danke für die Ausführungen!
Wer weiß - am Ende probier ich das auch noch?😎
Man muss lernen, was zu lernen ist, und dann seinen eigenen Weg gehen (Georg Friedrich Händel)
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Re: Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

Beitrag von zulu6 »

Danke für deinen Einblick in deine MeFo-Fischerei!
Wirklich sehr interessant :thumbs_up: Mit was für Fliegen wird da gefischt (Tuben auch)?
Sigi hat mal die Pattegrisen vorgestellt, hab ich dann sogar mal nachgebunden - ist ein MeFo-Muster oder täusch ich mich da?
...und das Schweinchen hat bei mir im Bergfluss auch schon Forellen zum Anbiss verleitet. 8-)

Besten Dank nochmal und schöne Grüße
Jürgen
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Re: Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

Beitrag von Trutta1 »

Ja Jürgen, die Pattegrisen ist eine typische Meerforellenfliege!
Ich habe sie in den Jahren etwas modifiziert, um mit unterschiedlichem Einstrippen auch die verschiedensten Köder zu imitieren.
Auch das Rückenschild binde ich nicht mehr ein. Um flexibel zu sein, binde ich immer mal wieder eine Fliege,die den gleichen Aufbau wie ein Shrimp hat. Mit Spey- Hecheln aber ohne Augen. So kann ich Kleinfische noch besser imitieren. Optisch sieht die "Pattegrisen" dann nicht mehr perfekt aus, nur ist sie meiner Meinung nach noch besser! Außerdem binde ich sie ausschließlich in gedeckten Farben.
Im Winter mag die typische "Pattegrisen" (rosa/pinkes Schweinchen) sehr fängig sein aber im Frühjahr sind gedeckte Farben wesentlich besser!
Lediglich die Farben der Shrimpaugen variiere ich, konnte aber keine besonderen Vorteile erkennen.
Übrigens sind "Pattegrisen" wie du schon richtig bemerkt hast, ausgezeichnete Fliegen für den Bach! In unserem Niederungsforellenbach sind Signalkrebse eine Plage. Gleichzeitig sind sie der Grund, warum unsere Bachforellen sehr gut abwachsen.
Fast alle entnommenen größeren Bachforellen haben Signalkrebse im Magen.
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Stelle mal ein paar Bilder von meinen Shrimps ein. Ich verwende als Beschwerung Tungsten und variiere die Beschwerung um flachere und tiefere Stellen befischen zu können. Am Bach imitiere ich dann einen fliehenden Krebs. Die Bisse sind knallhart und kommen entweder in der Steig- oder Absinkphase.
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TL, Frank
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Re: Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

Beitrag von wuzler »

Sehr interessant dein Bericht. Vielleicht geht´s mir ja wie dem Peter dass ich das auch noch mal probiere!? Wünsch dir weiterhin gute Fänge an der Küste!
Tight Lines und gut Zwirn
wünscht Dir
Karl
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Willi
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Re: Meerforellenfischen in der dänischen Südsee

Beitrag von Willi »

Vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag. :thumbs_up:
Grüß, Willi
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