Der Aufstieg des Gänsesägers ist der Untergang der Äsche.

Antworten
Benutzeravatar
Oldy43
Administrator
Beiträge: 1019
Registriert: 18. Januar 2018, 01:30
Wohnort:
Hat sich bedankt: 614 Mal
Danksagung erhalten: 571 Mal
Kontaktdaten:

Der Aufstieg des Gänsesägers ist der Untergang der Äsche.

Beitrag von Oldy43 » 14. Juni 2019, 21:01

Ein Beitrag des SAB
Gänsesäger.jpg

Ausführlicher Bericht: http://www.sab.at/gewaesser/sab-gewaess ... 8--OqzwnAA


Einfach irre...
Immer eine stramme Leine
wünscht Dir
Rudolf

Bild

Benutzeravatar
Willi
Doc Kebari
Beiträge: 1164
Registriert: 28. Januar 2018, 21:25
Wohnort: Wels
Hat sich bedankt: 366 Mal
Danksagung erhalten: 936 Mal
Kontaktdaten:

Re: Der Aufstieg des Gänsesägers ist der Untergang der Äsche.

Beitrag von Willi » 15. Juni 2019, 15:27

Also ich finde, dass Gänsesäger sehr schöne Tiere sind!

Die Ausbreitung dieser Fischfresser zeigt doch, dass es genügend Fisch in unseren Gewässern gibt. Ansonsten würde die Population nicht so wachsen können. So regelt das die Natur. :D

Ist doch schön, wenn der Fischreichtum vorhanden ist, oder?

So, nun bin ich mal gespannt, ob ich gesteinigt werde. :mrgreen:

Mit "ornithologenfreundlichen" Grüßen,
Willi
Those who don't know anything have to believe everything.

Benutzeravatar
wuzler
Herr der Fliegen
Beiträge: 151
Registriert: 13. Januar 2019, 15:24
Hat sich bedankt: 461 Mal
Danksagung erhalten: 138 Mal

Re: Der Aufstieg des Gänsesägers ist der Untergang der Äsche.

Beitrag von wuzler » 15. Juni 2019, 18:58

Hallo Willi,
so sehe ich das nicht.
In dem Punkt, das es schöne Tiere sind, gebe ich dir Recht.
Auch darin, dass die Ausbreitung dieses Vogels zeigt, dass es genügend Fischreichtum gibt.

Nur wenn durch diesen Vogel eine Art, wie zum Beispiel die Äsche, dadurch nicht mehr hochkommt, zeigt es dass dieses Bild falsche Tatsachen zeigt. Die Äsche als Schwarmfisch ist, nicht durch diesen Vogel allein, immens gefährdet, und wenn von Seiten des Gesetzgebers nicht bald eine Regulation des Gänsesägers erfolgt, wird es für unsere Nachkommen schwer werden diesen schönen Fisch an die Angel zu bekommen!?

Darüber sollte man nachdenken!

Beste Grüße
Karl
Tight Lines und gut Zwirn
wünscht Dir
Karl

Benutzeravatar
Willi
Doc Kebari
Beiträge: 1164
Registriert: 28. Januar 2018, 21:25
Wohnort: Wels
Hat sich bedankt: 366 Mal
Danksagung erhalten: 936 Mal
Kontaktdaten:

Re: Der Aufstieg des Gänsesägers ist der Untergang der Äsche.

Beitrag von Willi » 15. Juni 2019, 23:38

Eines gleich mal vorweg:

Das Tier kann nichts dafür, dass es so ist, wie es ist und dass es Fisch als Nahrung braucht.
Es will nur überleben, sich vermehren und folgt dabei seinen Instinkten, so wie es die Natur und die Anpassung an den Lebensraum vorsieht.
Das gilt für ALLE Fischfresser, auch für Kormoran, Graureiher, Fischotter, selbst für den Eisvogel, der genauso Jungfische bedrohter Arten frisst.

Die Tiere machen keinen Unterschied, ob sie eine Äsche, eine Bafo, oder einen Goldfisch fressen. Das was erwischt werden kann, weil es eben gerade in Reichweite ist, wird gejagt und gefressen.

Nur der Mensch selektiert und sucht sich eine Art aus, die er bejagen (befischen) will - wobei die Jagd da sicherlich im Vorteil ist, da der Fischer immer mit "Beifang" (ein furchtbares Wort) rechnen muss.

Auch ich bin nicht glücklich darüber, wenn Arten künstlich geschützt, wieder angesiedelt und die Populationsdichte unnatürlich hinauf geschraubt wird, ohne das "Ganzheitliche System" zu sehen. (Dazu gehört m.M.n. auch der Besatz!) Wenn eine Art geschützt wird und dabei übersehen wird, dass eine, oder mehrere Arten dabei ausgerottet, oder zumindest stark reduziert werden.

Es wird von den selbst ernannten "Tierschützern" leider übersehen, dass sich die Habitate der neu angesiedelten Tiere und anderer "schützenswerten" Arten leider in den letzten Jahrzehnten komplett verändert haben. Das ganze Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten und jeder noch so gut gemeinte Eingriff des Menschen macht es zwar oft etwas besser für einige Arten, aber meist auch nur für einige Zeit und an anderer Stelle tut sich dafür ein neues Problem auf.

Bestandsregulierung, einfangen und umsiedeln, abschießen,... ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Ich weiß es nicht!
Müsste man dann nicht auch die Gattung Mensch dezimieren, denn dessen "Bestand" ist ja unbestritten zu hoch! (zugegeben eine sehr radikale Frage)

Und wenn wir mal wirklich ehrlich sind, ist es nicht auch ein bisschen "Futterneid" der uns Fischer befällt und den wir dann als "naturschützende" Maßnahme darstellen, wenn wir lauthals um "Regulierung", also Tötung rufen?

Ich weiß, ein schwieriges Thema für das es keine einfache Lösung geben wird, außer...ja außer das flächendeckende Töten und ausrotten der Fischfresser. Das ist es, was der Mensch am besten kann und auch täglich zur Schau stellt.
Zu versuchen die Dinge auf die eine, oder andere Art zu regeln. Die Natur zu zerstören, damit man sie dann später wieder "renaturieren" kann.
Arten an den Rand der Ausrottung zu bringen (oder darüber hinaus!), um dann zu versuchen sie wieder an zu siedeln und zwar in Gebiete, die dafür überhaupt nicht mehr geeignet sind. Und wenn das dann doch funktioniert und sich die Arten wieder vermehren, kommt man drauf, dass die natürlichen Feinde fehlen, weil man sie auch ausgerottet hat und man somit die wieder angesiedelten Arten wieder abschießen muss!

Ich könnte, nein ich MUSS speiben bei so viel Dummheit und Kurzsichtigkeit!

Vielleicht wäre es das Beste der Natur einfach freien Lauf zu lassen. Gut möglich, dass dabei auch einige Arten für immer verschwinden würden, aber ein Gleichgewicht würde sich dabei wohl auch wieder einstellen.

Schon immer hat der natürliche Verlauf neue Arten hervor gebracht und andere Arten starben aus.

Vielleicht sollten wir das wirklich mal versuchen? Ich weiß nicht, ob das die Lösung wäre, ich weiß nur, dass ständiges Töten von unliebsam gewordenen Fischfressern es auch nicht sein kann, auch wenn augenscheinlich es die einfachste Lösung ist.

Soweit meine Meinung dazu,
Willi
Those who don't know anything have to believe everything.

forelle1
Beiträge: 111
Registriert: 6. Januar 2019, 20:42
Wohnort: Deutschland / Franken
Hat sich bedankt: 200 Mal
Danksagung erhalten: 107 Mal

Re: Der Aufstieg des Gänsesägers ist der Untergang der Äsche.

Beitrag von forelle1 » 16. Juni 2019, 20:50

Ja Willi
Irgendwie hast du ja Recht.
Aber ich kann nicht in einem Bereich korrigierend eingreifen und dann tatenlos zusehen wie andere Bereiche, Lebewesen, vernichtet werden. Ich müsste halt schon im Vorfeld etwas intelligenter handeln oder wie du schon erwähnt hast, ist es manchmal besser die Natur sich selbst zu überlassen.
Ein negatives Beispiel. Bei uns wurde vor einigen Jahren ein Gewässer im unteren Bereich renaturiert und im oberen Bereich wurde der Bachlauf begradigt. So etwas geschieht aber nicht nur an den Gewässern und der Fischerei, sondern überall. z.B. Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Umweltschutz, usw.
Gruß Hans

Antworten